XEN auf Debian. Teil 4

Nachdem wir im dritten Teil den Webserver aufgesetzt haben, geht es diesmal um die Installation eines CMS. Ich habe mich für Drupal entschieden, aber ein Weblog oder Wiki tut es genauso. Zunächst erstellen wir eine neue Gruppe www und fügen unseren User und www-data zu dieser Gruppe hinzu. Danach müssen wir die Gruppe des Verzeichnisses /var/www/ auf diese neue Gruppe www umstellen. Außerdem ändern wir die Berechtigung des Ordners auf 775. Damit wir auch Dateien im Ordner ablegen können. Auch für weitere Dateien, die wir anlegen, gilt, dass sie auch von der Gruppe gelesen werden können sollten. Dass die Dateien also der Gruppe gehören sollten. Jetzt können wir Drupal von drupalcenter.de auf Deutsch herunterladen und das Verzeichnis auf den Server übertragen. Während die Daten hochgeladen werden, können wir per phpMyAdmin einen neuen User und eine neue Datenbank für die Drupalinstallation erstellen. Außerdem brauchen wir noch mod_rewrite, um saubere URLs in unserem CMS zu bekommen. Dazu wechseln wir ins Vezeichnis /etc/apache2/mods-enabled und legen einen neuen Softlink an. # ln -s /etc/apache2/mods-available/rewrite.load Jetzt müssen wir das Überschreiben der URLs auch erlauben. Dazu öffnen wir die Datei /etc/apache2/sites-available/default und ändern den Wert für AllowOverride im Ordner /var/www/ auf All Und Drupal hätte ganz gerne auch die Imagelibrary GD. Glücklicherweise geht das unter Debian recht einfach: # apt-get install php5-gd Jetzt muss noch der Apache neu gestartet werden: # /etc/init.d/apache2 restart Wenn die Dateien schon auf dem Server sind, müssen wir noch eine Datei umbenennen. Die Datei /var/www/drupal/sites/default/default.settings.php wird umbenannt in settings.php Hier muss darauf geachtet werden, dass der Webserver Zugriff auf die Dateien und Verzeichnisse hat. Wenn wir jetzt im Browser die Adresse der Drupal-Installation angeben, kann die Installation beginnen. Der Rest ist dann selbsterklärend. Zum Abschluss legen wir noch einen Cron-Dienst an, den Drupal benötigt. Wir öffnen die Datei /etc/crontab und fügen folgende Zeile hinzu: 45 * * * * root /usr/bin/wget -O – -q http://beispielseite.com/cron.php Damit wird der Dienst einmal pro Stunde gestartet. Jetzt haben wir ein komplettes und recht mächtiges CMS auf dem Server. Der nächste Teil beschäftigt sich dann mit Backups.

2 thoughts on “XEN auf Debian. Teil 4”

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *