XEN auf Debian. Teil 3

Im ersten Teil dieser Anleitung hatten wir den Server grundlegend konfiguriert, im zweiten Teil dann einen Mailserver installiert. Im dritten Teil richten wir den Webserver ein. Im Gegensatz zum Mailserver ist das relativ simpel und in wenigen Schritten erledigt.

Wir beginnen mit der Installation von Apache:
# apt-get install apache2

Fertig! Fast. Wenn man jetzt den Domainnamen in einen Browser eingibt, erscheint der Text “it works”. Wir können jetzt damit beginnen, HTML-Dateien unter /var/www/ abzulegen. Wer nun versucht, die Daten aufzurufen, wird allerdings eine Überraschung erleben. Es wird immer nur der Inhalt von /var/www/apache2-default angezeigt. Um das abzustellen, müssen wir die Serverkonfiguration ändern. Dazu öffnen wir die Datei /etc/apache2/sites-enabled/000-default und kommentieren folgende Zeile mit # aus: RedirectMatch ^/$ /apache2-default/

Jetzt noch ein beherzter Neustart des Webservers und die Daten unter /var/www/ sollten angezeigt werden.
# /etc/init.d/apache2 restart

Ja, damit haben wir einen voll funktionsfähigen Webserver. Allerdings kann momentan nur eine Domain auf dem Server existieren. Da Server in der Regel aber stark genug sind, um mehrere Websites zu hosten, schauen wir nochmal, wie das genau funktioniert.

Wir wechseln ins Verzeichnis /etc/apache2/sites-available und legen eine neue Datei mit folgendem Inhalt an

<virtualhost *>
DocumentRoot “/var/www/”
ServerName www.beispieldomainname.de
ServerAlias beispieldomainname
<directory /var/www/>
Options Indexes FollowSymLinks Multiviews
AllowOverride All
Order allow,deny
allow from all

</Directory>
</virtualHost>

Jetzt wechseln wir ins Verzeichnis /etc/apache2/sites-enabled und legen einen Softlink auf die soeben erstellte Datei.
# ln -s /etc/apache2/sites-available/beispielname

Und ein Neustart.
# /etc/init.d/apache2 restart

Auf diese Weise können wir pro Verzeichnis eine Domain hosten.

Jetzt noch ein paar Kleinigkeiten installieren. Zum Beispiel php:
# apt-get install libapache2-mod-php5

Damit ist php voll funktionsfähig.

Jetzt den Datenbankserver mySQL:
# apt-get install mysql-server

hierfür noch ein Passwort vergeben:
# mysqladmin -u root password [passwort]

Damit ist Mysql eingerichtet. Wir können aber zur leichteren Konfiguration noch phpmyadmin installieren
# apt-get install phpmyadmin

Schon ist phpMyAdmin unter domainname/phpmyadmin verfügbar.

Mit Debian geht das wirklich alles extrem leicht von der Hand. In wenigen Minuten haben wir so einen vollständigen Server, inklusive php und mySQL. Jetzt können die eigentlichen Applikationen kommen. In den nächsten Teilen wird es um die Installation des CMS Drupal gehen und dann um das Backup all dieser Einzelteile.

6 thoughts on “XEN auf Debian. Teil 3”

  1. Nein, da muss ich dich leider enttäuschen. Einen FTP-Server brauche ich nicht und ich würde auch alles versuchen, drumherum zu kommen. FTP ist einfach zu veraltet, Plaintext-Übertragung des Passwortes passt irgendwie nicht in dieses Jahrhundert.

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