Experience Design

Woah, dieses Beispiel ist so toll, dass ich es verlinken muss.

So oft schon hab ich mich über Azneimittelpackungen aufgeregt. Sie gehören wohl zum schlimmsten, was an Experience Design möglich ist, es ist jedes mal ein schreckliches Erlebnis, die Packungsbeilage auch nur aufzufalten. Es gibt quer über alle Anbieter so viele Probleme, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Da ist die winzig kleine Schrift, die elaborierte Sprache, die ellenlagen Absätze zu den kleinsten Nebenwirkungen, unklare Hinweise zur Einnahme, etc. Zu alledem ist das ganze auch noch auf einem Zettel notiert, den man gerade dann nicht mehr findet, wenn man das Medikament tatsächlich mal wieder braucht.

Dabei geht es auch anders, wie das Beispiel zeigt. Gebrauchsanweisung direkt auf der Packung, sichtbar, wenn man sie aufreisst, dann als erstes und fett der Name des Medikaments und die Einnahmehinweise. Dann drei wichtige Punkte etwas kleiner gedruckt. Darunter noch kleiner in wenigen Sätzen die drei häufigsten Nebenwirkungen (mit Häufigkeit in Prozent!) und dann sind die Medikamente so verpackt, dass man bei der Einnahme praktisch gar keinen Fehler machen kann. So sieht gutes Experience Design aus. Wenn ich krank bin, will ich es so einfach wie möglich haben und nicht noch zusätzlich von der Packunsbeilage gestresst werden. Schade, dass nicht alles mit so viel Verstand und Liebe zum Detail entwickelt wird, es wäre eine schönere Welt.

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