Links im Vorbeigehen

Ich frage mich, was die Türken in der Türkei davon halten, dass Döner jetzt weltweit als deutsche Spezialität vermarktet wird. Ist das jetzt Kulturimperialsmus? 😉

Seit knapp 1,5 Jahre habe ich selbst zwar keinen Fernseher mehr, aber bis dahin habe ich Schmidt ganz gern gesehen. Zumindest bei SAT 1, da hat er tatsächlich das Kardinalverbrechen im TV begangen: Sendezeit verschwenden. Jede Sekunde TV kostet bares Geld und manchmal saß er einfach nur da und machte nichts, das war wirklich innovativ, so etwas trauen sich weder Lenno noch Letterman. Leider funktioniert das nicht bei den öffentlich rechtlichen Sendern: Hier werde ich gezwungen, sein Gehalt zu bezahlen. Natürlich könnte man das auch wieder so drehen, dass er damit die auf die Lächerlichkeit der GEZ hinweist, mit wir z.B. der FIFA hunderte Millionen in den Rachen werfen oder eben Harald Schmidt 9 Millionen. Aber diese Über- oder Falschinterpretation wäre wohl ganz in seinem Sinne. Langeweile muss etwas furchtbares sein.

“Immer häufiger wandern Manager vom Schreibtisch auf die Anklagebank, in Untersuchungs- oder Strafhaft”, so fängt der Artikel an und es folgt eine unglaubliche Beschreibung, wie man als Manager sein Unternehmen sogar noch aus dem Knast weiter leiten kann. Kaum bedeckte Hinweise, dass man sich dort ein Handy verschaffen kann, auch wenn das illegal sein sollte. Wie man seinen Anwalt gegen geltendes Recht nutzen kann, um aus der U-Haft Beweise zu vernichten etc. Die Einleitung lässt den Manager, der Steuern hinterzogen, Beamte bestochen oder ein anderes Verbrechen begangen hat, als Opfer der Umstände dastehen. Der Autor scheint nicht das kleinste bisschen daran zu zweifeln, dass Wirtschaftsverbrechen ja gar keine sind und nicht bestraft werden dürfen, ihm scheint jegliches Unrechtsbewusstsein zu fehlen. Schlimmer noch, dass das Manager-Magazin das tatsächlich veröffentlicht hat. Augstein würde sich im Grab umdrehen 🙁

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