Google at Charm

Eigentlich dachte ich ja, dass ich hier an der Göteborger Uni studieren würde, aber es hat sich dann herausgestellt, dass es hier mehrere Universitäten gibt, die zusammenarbeiten. So werden die eher technischen Fächer wie Maschinenbau, Physik oder Informatik in (bei/auf?) Chalmers angeboten. Das ganze hat etwas von einer Elite-Uni, jedenfalls merkt man schon den Unterschied zwischen GU und Chalmers, vor allem in der Austattung. Wobei ich das Gefühl habe, dass das eher von großzügigen Sponsoren (sprich: Drittmittel) herrührt. Entsprechend gibt es auch den Volvo-Room etc. Man sollte aber nicht vergessen, dass die Universitätsausbildung in Schweden immer noch komplett kostenlos ist (hört man mich in NRW?).

Jedenfalls gibt es hier einen jährlichen Arbeitsmarkt namens Charm (=Chalmers Arbeitsmarktirgendwas), es werden dann dutzende Firmen eingeladen, die sich hier den Studenten und angehenden Absolventen präsentieren. Eher aus Spaß hab ich im Verzeichnis nach Google gesucht (no pun intended) und war schon etwas überrascht, den Namen gelistet zu sehen. Da ich an dem Tag ohnehin auf dem Campus war, wollte ich wenigstens nach einem Praktikumsplatz fragen.

Google dürfte den kleinsten Stand gehabt haben und es war nur ein Repräsentant da, den ich dann auch gleich angsprochen habe (besonders großen Zulauf hatten die nicht). Die Antwort war ziemlich ernüchternd: Angeblich würden sie nur Leute nehmen, die sich 100%ig auf Informatik einlassen, da ich aber neben Computerlinguistik noch Germanistik und Politik habe, würde das wohl nicht funktionieren. Stattdessen wollte er mir eine Stelle im Verkauf einreden, was ich wiederum strikt abgelehnt habe. Er war so überzeugt, dass ich keine Chacne hätte, dass er mir bei meinem Abschied nicht mal eine Google-Tasche angeboten hat (nicht dass ich sie genommen hätte, aber trotzdem).

Ich frage mich, wie man als Computerlinguist nur Informatik studieren soll, es ist doch völlig klar, dass Linguistik einen recht großen Platz einnehmen muss. In Duisburg/Essen kann man CL nur studieren, wenn man auch eine Sprache studiert, da die CL bei uns tatsächlich nur Informatik beinhaltet. Andererseits war das nur ein Repräsentant, der Computer-Linguistik vielleicht nur von weitem kennt und nicht wirklich repräsentativ ist (pun intended).

6 thoughts on “Google at Charm”

  1. Also zumindest bei uns an der Uni sind diese Messen meist eher frustrierend. Da sind meist Personaler, die nach bestimmten Personengruppen suchen und meist irgendwas herumliegen haben, was ihre Firma repräsentieren soll ohne zu wissen was das ist.
    Der von Google war sicher auch ein Perosnaler der wusste, dass er Informatiker und Verkäufer sucht. Und alles andere kann er nicht gebrauchen.

  2. Für ‘nen Platz bei Google (auch nur Praktikum) würde ich OpenSource Veranstaltungen in Deutschland versuchen, oder aber ‘ne Job-Messe in Hamburg. Oder einfach direkt ‘ne mail schicken (aber keine Ahnung, ob die bouncen würde).

  3. Es gibt schon eine Website extra für studentische Praktikanten, aber das halte ich für zu unpersönlich, da melden sich sicher jeden Tag dutzende, wenn nicht hunderte.

  4. Hallo Abdulkadir,

    Ich befasse mich zwar erst seit einigen Tagen mit FF, surfe aber auch noch mit Opera und Avant Browser, weil ich die einfach besser kenne. Aber mit FF wird es von Tag zu Tag angenehmer…
    Ohne deine deutsche Übersetzung würde sich diese Frage aber sicher nicht stellen.
    Also… herzlichen Dank für deine Arbeit!

    Nun aber zum eigentlichen Thema.

    Du schriebst:

    15. February, 2007
    Google at Charm

    Eigentlich dachte ich ja, dass ich hier an der Göteborger Uni studieren würde, aber es hat sich dann herausgestellt, dass es hier mehrere Universitäten gibt, die zusammenarbeiten. So werden die eher technischen Fächer wie Maschinenbau, Physik oder Informatik in (bei/auf?) Chalmers angeboten.

    Hihi, “in, bei, auf” – Du hast “von” vergessen. 😉

    Gruß Rainer

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