6. Tag: Bus und Bahn

Da das Studentenwohnheim in dem ich wohne etwas weiter draußen liegt, bin ich praktisch jeden Tag mit der Bahn unterwegs. Generell ist das Nahverkehrsnetz in Göteborg ausgezeichnet, in der Innenstadt haben Busse und Bahnen sogar mehr Platz als Autos, die Busse fahren auch auf der Spur, die für Bahnen reserviert ist und normale Autos haben nur eine Spur in jede Richtung. Die Busse selbst sind fast alle gleich, aber bei den Bahnen gibt es schon recht große Unterschiede. Wer schonmal in Düsseldorf Bahn gefahren ist, weiß ungefähr, wie es hier aussieht. Nur gibt es hier ein paar Besonderheiten, die man in Düsseldorf nicht finden wird, z.B. die lange Schnur, die quer durch die Bahn reicht und an der man kräftig ziehen muss, wenn man möchte, dass die Bahn hält. Eine andere Sache sind die mechanischen Türen, die gleich wieder zurückschlagen – wohl um keine Kälte in die Bahn zu lassen. Zunächst sind sie etwas ungewohnt, aber man lernt schnell, wenn einem so eine Tür das erste Mal ins Gesicht schlägt. Man hat das Gefühl, dass auch Astrid Lindgren schonmal in den Bahnen gesessen haben muss, wenn sie in ihrer Jugend mal in Göteborg war. Allerdings betrifft das nur ein paar Linien, die meisten sind recht modern. Auch sehr schön: An fast jeder Haltestelle gibt es Tafeln, die anzeigen, wie lange es noch dauert, bis ein Bus oder eine Bahn eintrifft.

2 thoughts on “6. Tag: Bus und Bahn”

  1. Diese digitalen Anzeigetafeln gibt es in Berlin inzwischen auch fast flächendeckend. Insbesondere in Mitte und anderen Touristenzielen.
    Allerdings habe ich oft den Eindruck, dass “3 min” nicht zwangsläufig drei Minuten auf meiner Uhr entsprechen. Bisweilen sind die doch sehr dehnbar. Manchmal aber auch angenehm kurz 🙂

  2. Willkommen in der Großstadt 😉

    D-dorf, ist es nicht süss? Die antike Schnurtechnik gibt es übrigens auch in den Bussen in SF, und was die Bandbreite von Bahntechnik angeht, ist Berlin sicherlich ganz vorn mit dabei.

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