2. Tag: Stille

Ich weiß jetzt, wie es sich anfühlt, wenn man ganz neu in einem Land ist, dessen Sprache man nicht versteht. Überall steht etwas, überall wird gesprochen – auch mit einem selbst –, ohne dass man dem ganzen einen Sinn geben könnte. Man versteht nichts und bleibt so außen vor. Jedes Mal, wenn man irgendwo die eigene Sprache entdeckt, ist man überglücklich, weil man ein Teil von Heimat spürt oder zumindest wieder das Gefühl hat, dazuzugehören, in die Gesellschaft, in der man lebt. So lange man aber die Sprache des Landes nicht spricht, bleibt man ein ausgeschlossener, ein Fremder unter Fremden.

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