MacBook-Hardware, Post Scriptum

Gestern habe ich mein MacBook bei Gravis zur Reparatur gegeben. Ich hatte das volle Programm: den flackernden Bildschirm, die verfärbten Handballenauflagen, den zirpenden Spannungswandler, sudden shutdown und als persönliches Schmankerl eine defekte iSight. Das wird mir eine Lehre sein, eine der ersten Revisionen bei Apple Hardware zu kaufen. Jezt bin ich ich wieder zurück an meinem Windows-Notenbook von Acer und obwohl es ein absolut zuverlässiges und robustes Arbeitsgerät ist, vermiss ich mein MacBook. Hier fehlt mir einfach die Eleganz und Leichtigkeit des Mac. Es ist schwer zu beschreiben, aber der Mac fühlte sich wirklich besser an – trotz der vielen Probleme.

8 thoughts on “MacBook-Hardware, Post Scriptum”

  1. Wie heißt es so schön? Ignorance is bliss! Ernsthaft: Ich gehe nur selten mit Apples PR konform, und den Kult um Jobs kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin auch kein Apple-Fanboy; was mich stört, kann ich artikulieren. Trotzdem fühlt sich Windows altbacken an, aber vielleicht liegt es auch daran, dass Windows XP inzwischen fünf Jahre alt ist und Apples Tiger gerade erst ein Jahr.

  2. Nachdem ich jahrelang Windows benutzt und dann frustriert OSX ausprobiert hatte, bin ich schließlich bei Linux gelandet und dabei geblieben. OSX und Windows nehmen sich nicht viel, manches ist anders, einges besser aber letzten Endes hat man bei beiden Betriebsystemen den Beigeschmack und Wiedererkennungswert von proprietärer Software. Allein schon die feste Bundlelung von Hard- und Software hat mich bei Apple sehr gestört. Ich brauch einfach auch was zum basteln 😉
    Wenn man nicht auf Spiele (Windows) oder spezielle Grafiksoftware (Mac) angewiesen ist, halte ich Linux für optimal.

  3. An Grafiksoftware hat der Mac eigentlich sogar weniger zu bieten als Windows (siehe Paint Shop Pro, Picasa usw.). Früher hab ich auch ganz gerne was zum basteln gehabt, aber inzwischen hab ich dafür einfach keine Zeit mehr, ich will, dass es funktioniert. Abgesehen davon geb ich dir recht, auf dem Mac hat freie Software immer noch einen schweren Stand und Apple ist in keiner Weise ethisch besser als Micrososft, gerade was das Lock-in betrifft. Nur dort, wo man mit Alleingängen keine Chance hätte, wird auf offene Standards gesetzt. Ich bin allerdings Pragmatiker, Linux auf dem Notebook ist immer noch nicht so ganz das Wahre, hier kann Apple wirklich seine Stärken ausspielen, aber wenn Linux (in welcher Form auch immer) in ein paar Jahren ähnlich einfach und benutzerfreundlich ist, werde ich wieder wechseln, ganz sicher.

  4. Ich hab mir gerade letzte Woche ein “neues” gebrauchtes Thinkpad gekauft und Ubuntu 6.06 installiert und ich war selbst überrascht wie problemlos das ablief, ich würde sogar sagen schneller und einfacher als Windows XP. Ich kann mich noch an die Linux-Workshop-Nachtschichten vor ein paar Jahren erinnern, wo ich morgens um 5 ein rudimentäres Debian mit X-Server am laufen hatte und total happy war.
    Gerade mit Ubuntu hat sich sehr viel in Richtung out-of-the-box Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit unter Linux getan. Sämtliche Hardware lief auf Anhieb, das kann kein Windows. Bei Apple hat man solche Probleme natürlich nicht aber allein die Tatsache, dass ich damals bei meinem MacMini Kauf mich schon im Laden (ebenfalls Gravis) namentlich registrieren sollte und denn beim ersten Login nochmals hat mir gereicht.
    Kleine Anekdote am Rande: Bei meinem TFT traten mit Tiger Streifen auf, bekannter Bug der ersten Mini Baureihe. Hab denn mal spasseshalber Debian für PowerPC installiert und da gabs keine Probleme. Und Apple wollte (und will?) allen weismachen, das sei ein Hardwareproblem.

    Gib Linux (Ubuntu) einfach nochmal eine Chance solange du auf dein Macbook wartest!

  5. Bei dir funktioniert auch Standby und das wieder aufwachen daraus? Ich hab Ubuntu schon in einer virtuellen Maschine laufen und finde es im allgemeinen ziemlich gut gelungen, aber ein bisschen Zeit möchte ich ihnen noch geben.

    Wegen der Registrierung: Du kannst einfach auf Apfel+Q drücken, aber es stimmt, es ist verdammt ärgerlich, dass man als User das Gefühl hat, man müsse sich registrieren. Wie gesagt, Apple ist ethisch kein Stück besser als Microsoft.

  6. Standby und Hibernation (suspend to disc) funktionieren prima. ACPI ist inzwischen kein Thema mehr unter Linux. Hängt natürlich davon ab, wie die ACPI Funktionen im BIOS implementiert sind. Ist aber auch kein Problem sowas schnell nachzukompilieren.
    Für Thinkpads gibt es ein extra ibm-acpi Modul, dass seit 2.6.10 standardmäßig im Kernel ist. Damit laufen denn auch herstellerspezifische Dinge wie Dockingstation Hot-Swapping usw.
    Keine Ahnung wie das bei Acer aussieht, aber ich prophezeie mal, dass die Suspend Modi auf jedem ACPI fähigen Laptop mit einem aktuellen Kernel funktionieren.

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