Google kauft YouTube

Google kauft also YouTube. Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als wir uns Videos im Mediaplayer angesehen haben? Dann seid ihr alt! Die, die vor Kurzem erst zum Computer und ins Internet gefunden haben, wissen gar nicht, was sie mit dem Mediaplayer anfangen sollen, wo es doch YouTube gibt. Vor einiger Zeit hatte ich mal vorausgesagt, dass sich die meisten Programme ins Internet verlagern werden. E-Mail war der erste Schritt, dann kam lange nichts, jetzt geht’s Schlag auf Schlag, Google ist der Vorreiter und zwingt Microsoft mitzugehen, die damit ihr eigenes Geschäft ruinieren. Ich habe das Gefühl, dass man sich bei MS dessen bewusst ist (siehe Live-Apps), aber ob die Google-Strategie auch bei ihnen aufgeht, darf bezweifelt werden. Google kann auf dem Desktop nichts ausrichten, aber das Netz beherrschen sie wie kaum ein anderer. Ich warte auf den Tag, da Google seine Dienste endlich kombiniert. Google Mail, Kalender, Spreadsheeets und Writely sprechen eine ziemlich klare Sprache. Entweder wird das der finale Angriff auf MS mit dem die Hegemonie endgültig gebrochen wird oder es wird klar, dass Google seinen Zenit überschritten hat. Die nächsten beiden Jahre werden mit Sicherheit spannend werden.

8 thoughts on “Google kauft YouTube”

  1. > Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als wir
    > uns Videos noch im Mediaplayer angesehen haben?
    > Dann seid ihr alt!

    LOL. Den Satz häng ich mir über’s Bett. Ist hier noch irgendwer, der die Sonnabende mit den Fingern über der REC-Taste des Tapedecks verbracht hat, nur darauf wartend, daß der todlangweilige Moderator aufhört, in den nagelneuen Abba-Song reinzuquatschen?
    DANN seid ihr alt 🙂

  2. Laut http://derstandard.at/?url=/?id=2616071 will der designierte Gates-Nachfolger Ray Ozzie Microsoft auf die “Post-Desktop-Ära” vorbereiten.

    Mannomann, ich hoffe, das ist jetzt bloss ein Hype, der wieder vorüber geht. Ich werde mir niemals einen Rechner zulegen, auf dem ich keine Software mehr lokal gespeichert habe. Ich benutze heute schon kein Webmail und werde, solange es OpenOffice.org gibt, sicher nicht übers Internet meine Dokumente bearbeiten oder mich bei WindowsLive anmelden.

    Mit diesen Gedanken komme ich mir zwar alt vor (als würde ich mit Festnetztelefonen gegen Handys protestieren), aber was solls. Wenigstens bin ich zu jung für Abba (und ist sowieso nicht mein Geschmack).

  3. Erinnert Ihr Euch noch an die Zeit, als wir bis 20:00h warten mussten, um uns Nachrichten im Fernseher anzuschauen?
    => Amsterdammer am 10. October 2026 um 21:16

  4. Thomas, dazu wird dich auch keiner zwingen. Du kannst dir dann einfach einen eigenen Server im Internet hosten lassen und die Software darauf laufen lassen. Es hat doch wirklich fast nur Vorteile, wenn Du per Browser sämtliche Arbeiten erldigen kannst – überall auf der Welt, von jedem beliebigen Rechner aus. E-Mail ist ja auch hier schon einen Schritt weiter, siehe IMAP. Firmen werden generell auf diesen Zug aufspringen. Nie wieder veraltete Client-Software, keine Rückwärtskompatibilitätsprobleme, das wird bei Firmen mit Gold aufgewogen.

  5. Der Vorteil ist sicherlich, dass man seine Software nicht mehr selbst warten muss, wenn man das alles “auslagert”. Aber beim Thema Sicherheit denke ich, dass speziell Firmen alles lokal oder im Intranet belassen. Das Internet ist einfach zu gefährlich.
    Außerdem graust mir, wenn die Mehrheit der Menschheit mit dem Internet Explorer Version X.Y alle ihre Arbeiten erledigt. *urghs*

  6. Und ins Intranet kommt man per VPN, ist doch kein Unterschied. Es geht ja nur darum, dass die Anwendungen nicht mehr auf dem Betriebssystem laufen, sondern im Browser, dass der Browser sozusagen das Betriebssystem ist.

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