1970 – oder als die Universitäten noch zu viel Geld hatten

Folgendes liest sich in einem Aufsatz über Brechts “Leben des Galilei”:

Beim Zustandekommen des Antithetischen wie der dialektischen Aufhebung spielen Assoziationen von Bildern und Begriffen eine Rolle, die gelegentlich durch Alliterationen der Wörter hervorgerufen werden. Entscheidend bleibt die kontrastierende Bauweise sowohl in der Hypo- wie in der Parataxe des Dialogs.

Der ganze Aufsatz ist in diesem Stil geschrieben. Es ist wirklich kaum auszuhalten und man versteht, warum die Literaturwissenschaft von so vielen Naturwissenschaftlern nur mit Verachtung betrachtet wird. Offenbar ging es dem Autor nur darum, möglichst viele Seiten mit heißer Luft zu füllen, ohne dass ihm jemand an den Karren fahren kann. Der größte Teil ergibt nämlich wenig bis gar keinen Sinn und verursacht beim Lesen fast schon physische Schmerzen. Glücklicherweise findet sich so etwas heutzutage immer seltener. Jedenfalls ist kaum noch jemand bereit, solch ein Gesülze zu veröffentlichen.

One thought on “1970 – oder als die Universitäten noch zu viel Geld hatten”

  1. Hallo Abdulkadir, wir verachten(beneiden) euch eben weil nicht jeder Text so geschrieben ist. Wir müssen nämlich auch jeden Satz drei mal lesen, vier mal während dessen nachschlagen um am Ende zu bemerken, dass irgendeine Banalität erklärt wurde. 🙂

    Schöne Grüße.

    Jonas

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