Firefox beim Stern

Stern-ShortnewsWeiß einer von euch, warum die Stern-Shortnews Werbung für Firefox machen? Das hat ja nichts mit dem Angebot von Google zu tun, für jeden Firefox-Download einen US-Dollar zu zahlen, hier geht der Downloadlink nämlich über Spreadfirefox direkt zu mozilla.org, ohne die Google-Toolbar. Kein Wunder, dass wir ein Jahr nach dem ersten Release inzwischen 1/4 des deutschen Marktes innehaben, wenn selbst der Mainstream uns sponsorn möchte 😉

8 thoughts on “Firefox beim Stern”

  1. Tja, die spekulieren auf einen Backlink von Spreadfirefox auf eines ihrer anderen Projekte (hinter Shortnews steckt nicht direkt nur der Stern, sondern auch eine Firma die auch andere Projekte betreibt).

  2. Bleibt nur die Frage wie lange Firefox noch frei entwickelt werden kann – wenn es immer mehr kommerzialisiert wird – und wie lange es wohl dauert bis Firmen wie Google und Co. bei Firefox die Oberhand bekommen.

    Firmen die Geld investieren machen das nicht nur aus reiner Menschenfreundlichkeit sondern wollen mit ihrer Investition i m m e r auch Profit machen.

    Wenn das ganze so weiter geht – wird sich Firefox in ein paar Jahren nicht mehr vom IE unterscheiden – zu mindestens was das Profitdenken betrifft.

    Als ersten Schritt in diese Richtung sehe ich die Gründung der „Mozilla Corporation“ – eine Firma lässt sich in ein paar Jahren halt einfacher mit viel Gewinn an einen großen Konzern verkaufen als ein gemeinnütziger Verein.

  3. Du solltest bedenken, dass für Mozilla momentan nur eine handvoll bezahlter Entwickler arbeitet. Der größte Teil der Community arbeitet aus freien Stücken an der Software und deren Verbreitung. Warum sollte ich noch meine Zeit kostenlos zur Verfügung stellen, wenn sich die Gedanken der Projekt-Leiter nicht mehr mit meinen decken? Ich möchte, dass der Zugang zum Internet frei bleibt, denn wer den Zugang kontrolliert, kontrolliert früher oder später immer auch die Inhalte. Wenn sich das Projekt von dieser Idee wegentwickelt, höre ich auf. So würden das auch viele andere tun. Aber ich sehe das Problem momentan nicht einmal im Ansatz.

    Dass die Corporation gegründet wurde, hat ganz praktische Gründe. Wenn man von Google Millionen bekommt, um die Startseite darauf zu lenken, dann kann man sich kaum noch als non-profit ausgeben. Die Rechte selbst verbleiben aber bei der Stiftung und sie behält die Leitung. Die einzige Änderung ist also, dass keiner von den Mozilla-Leuten wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis muss und das sollte man ihnen doch zugestehen 😉

  4. Naja die Situation ist schon etwas anders, wie man an SeaMonkey sieht. Der Code ist offen und _jeder_ der damit nicht zufrieden ist, kann ihn nehmen und ihn nach seinen Wünschen weiterentwickeln. Was die großen firmen davon haben, sind natürlich kleine Gimmicks (Google suche) und eine Platform die sich so verhält, wie man es erwartet. Ich denke alle Webentwickler wissen, wovon ich rede. Und wenn die Anwendung mal nicht das macht was in der Docu steht (was MS recht häufig der Fall ist) kann man mal eben im Quellcode nachschaeun und es im Zweifelsfall selber korrigieren und muss nicht Monate lang auf patches warten, weil die Entwickler der Meinung sind, dass das nicht so wichtig ist. Und was die Gimmecks angeht. Du wirst, wenn du ein wenig suchst sicher auch eine Version finden, bei der Google nicht die Standard-suchmaschine ist. Klar ist es ein geben und nehmen, aber auf freiwilliger basis. Wohingegen es ja teilweise ein kampf war den MSN-Messenger wieder los zu werden…

  5. @atopal
    Es ist nur immer die Frage – wie lange freie Entwickler überhaupt noch gebraucht werden – wenn sich ein Projekt in eine Firma wandelt.

    Es könnte ja auch so laufen das die Firma dann das Projekt mit eigenen (bezahlten) Leuten weiterentwickelt und ganz auf die “freien Geister” verzichtet.

    Nun gut – ich bin von Haus aus halt Pessimist.

    Wenn die Firma die Verantwortlichen davor schützt in den Knast zu kommen solls mir recht sein – wer will auch schon gerne in den Bau (und das in den Staaten) ;-).

    @Morty
    Wieso – geht die De-Installation nicht über Start|Systemsteuerung|Software *breit grins*

    … so der Download von RC2 ist soeben fertig geworten (sch…. DSL freie Zone). Mal sehen wie sie arbeitet.

    Gruß

    Ludger-B

  6. ludger-b, es gibt kaum ein Unternehmen, dass sich ein Produkt wie Firefox leisten kann. Zu Spitzenzeiten haben bei Microsoft über 1000 Angstellte am IE gearbeitet. Alleine für den Browser hat Microsoft bisher 1 Mrd. US-Dollar ausgegeben.

    Nur zum Vergleich: Alleine im letzten Jahr, als Firefox 1.0 also noch nicht erschienen war, haben bereits 1000 Entwickler an der Software gearbeitet.

  7. @atopal

    Du nennst ja schon selber ein Unternehmen das es sich leisten könnte – und auch für ein Unternehmen wie Google sollte es kein Problem sein Firefox (auf der heutigen Basis) weiter zu entwickeln und zu verbessern.

    Wie gesagt – ich traue dem Braten nicht wirklich – aber egal

    Als Pessimist hat man es da ja da etwas besser als die anderen – man kann immer positiv überrascht werden.

    Ich wünsche dem Firefox (so wie er jetzt entwickelt wird) jedenfalls eine langes Leben.

    Firefox hat MS zumindestenns dazu gezwungen sich mal wieder intensiv mit ihrem IE zu beschäftigen – was auch nicht Fx Usern dann zugute kommt.

    Gruß

    Ludger-B

    P.S.
    Mein frisch geladener Fx 1.5 RC2 gibt sich sogar schon als normale 1.5-er Version aus (kein RC2 zu sehen – weder bei “about:” noch bei “Hilfe|Über…”) 🙂

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