22

Tja, wieder ein Geburtstag um. Ja, es ist erst der 22., aber auch wenn es völlig abgegriffen wirkt: Man merkt an solchen Tagen einfach, wie schnell die Zeit vergeht.

Letztes Jahr hab ich mich noch beschwert, mitten im kalten und nassen Winter Geburtstag zu haben, aber so früh im Jahr geboren zu sein hat auch den Vorteil, dass man gleich aufs gesamte Kalenderjahr zurückblicken und ein Resümee ziehen kann. Selbstbezogen wie ich bin, ist meines durchweg positiv, denn eines ist mir seit dem letzten Jahr klar geworden: Immer nur meckern bringt niemandem was. Manchmal muss man auch mal in sich gehen, um sich bewusst zu werden, wie gut es einem eigentlich geht. Häufig ärgert man sich über Kleinigkeiten so sehr, dass man gar nicht mehr merkt, dass das Leben für einen im Großen und Ganzen eigentlich ganz wunderbar läuft; vor allem verglichen mit den Schicksalen anderer Menschen.

Nachdem ich mir gerade angesehen habe, was ich letztes Jahr geschrieben habe, bin ich richtig, richtig froh, das Tief überwunden zu haben. Seit dem ging es für mich nur noch bergauf, ich kann eigentlich nur hoffen, dass es so weitergeht. Was für ein Kontrast zum letzten Jahr!

Das letzte Jahr war in der Tat äußerst positiv für mich. Nicht nur, aber größtenteils auch wegen des Erfolgs des Firefox’. Für die meisten ist der Fox (puh, ich hab das böse F-Wort umgangen 😉 ) nur ein tolles Programm oder vielleicht sogar der Beweis für das Funktionieren von Open Source, für mich aber ist er inzwischen ein Teil meines persönlichen Alltags. Die ersten 1,5 Jahre eine äußerst stressige und undankbare Angelegenheit, aber seit etwa einem halben Jahr auch immens faszinierend und interessant. So hatte ich erstmals Gelegenheit, einen kleinen Blick in die Medienwelt zu werfen, wobei das Fernseh-Interview im März nur ein Vorgeschmack war, auf die Presseresonanz seit November. Es ist schön zu sehen, dass die lange Durststrecke endlich ein Ende hat und die Arbeit tausender Entwickler (alleine in 2004 haben fast 1000 Entwickler Code beigesteuert) endlich belohnt wird.

Nur eine Sache wurmt mich: Letztes Jahr schrieb ich noch:

Nachdem nun die beiden einzigen Sendungen, die ich geguckt habe abgesetzt wurden, werde ich wohl mehr Zeit zur Verfügung haben, die ich aber auch dringend benötige, um mit dem Studium voran zu kommen. Leider schleppt man ja Vorsätze wie diese von Geburtstag zu Geburtstag

Zwar laufen beide Sendungen inzwischen wieder (wobei mir Harald Schmidt wohl eine persönliche Freude mit diesem Sendebeginn machen wollte), aber im Studium endlich mal weiter zu kommen ist etwas, das ich mir dieses Jahr wieder einmal vornehmen werde. Mal schauen, welches Resümee ich nächstes Jahr ziehen kann.

2 thoughts on “22”

  1. Ups! Ganz vergessen deinen Geburtstag. Nachträglich alle Gute von mir! Freut mich, dass dein vergangenes Jahr toll war. Und ich wünsche dir, dass dein neues Lebensjahr noch besser wird! Hach 22 – da hat man halt noch Träume! 😉 (Sorry, der Spruch musste sein).

    Und schön, dass Dirty Harry wieder bei uns weilt.

  2. Auch von mir alles Gute, Erfolg und v.a. Gesundheit! Und da dies mein erster Kommentar in deinem Blog ist, möchte ich dir an dieser Stelle auch meinen Dank für dein unermüdliches Angagement für den Firefox aussprechen!
    Ich bin nur ein knappes halbes Jahr älter und habe auch gerade einen größeren Tiefpunkt hinter mir, aber wie Du schon sagtest, egal wie mies es einem selbst geht, es gibt immer jemanden dem es noch schlechter geht!

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