Spam as spam can

An den Spam im Briefkasten hab ich mich schon längst gewöhnt (vor allem, weil er sich in Grenzen hält). An Spam im E-Mail-Postfach ebenfalls. Genauso wie ich mich an SMS-Spam gewöhnt habe und seit neustem auch an Blog-Spam, der sich immer häufiger in Kommentaren zu alten Blog-Einträgen findet. Aber den absolut unverschämtesten, niederträchtigsten, dümmsten und frustrierendsten Spam habe ich heute kennen gelernt.

Ich gehe oft erst sehr spät schlafen, meist wie gestern gegen 3:00 Uhr. Klar, dass ich dann nicht vor 9:00 Uhr aufwache, vor allem nicht an einem Feiertag. Heute bin ich früher aufgewacht -um 8:30 Uhr; geweckt vom lauten Schrillen meines Telefons. Da mich normalerweise niemand so früh anruft, gehe ich davon aus, dass es ‘was wichtiges sein muss, haste aus dem Bett, stoße mich an der Kante und erreiche mit schmerzendem Bein das Telefon. Ich nehme ab und möchte mich mit meinem Namen melden, aber bevor ich überhaupt soweit komme, höre ich schon eine aufgesetzte Männerstimme:

“Hallo *Blabla*, Sie haben an unserem Gewinnspiel teilgenommen und erhalten jetzt die Chance *Blaba*. Wenn Sie mitspielen möchten drücken Sie die 1”.

Erst jetzt fällt mir ein, das “Gespräch” mit dem Bandcomputer zu beenden, weil ich zunächst noch geschockt bin, dass der automatische Spam es tatsächlich bis ins Telefon geschafft hat und jetzt schon meinen Schlafrhythmus bestimmt. In dem Moment überfällt mich auch so eine Wut, dass ich dem, für den Spam verantwortlichen, am liebsten Dinge antun würde, die ich hier aus pietätischen Gründen nicht wiederholen möchte. Zu allem Überfluss träume ich – nachdem ich völlig frustriert wieder ins Bett krieche – auch noch von dem Spam. Schlechter kann ein Tag ja nun wirklich nicht anfangen. Und in der Tat: Den Rest des Tages verbringe ich damit, die Tapeten in meinem alten Zimmer bei meinen Eltern rauszureißen, um neue anzubringen. Das alles, während draußen die Sonne scheint und ich eigentlich frei habe ;-(

Wenigstens kann’s morgen nicht mehr schlimmer kommen. (Murphy muss ja nicht immer Recht haben 😉

6 thoughts on “Spam as spam can”

  1. Ja kenne ich auch! Ich habe mir schon überlegt einfach nicht aufzulegen. Ich weis nicht, vielleicht kann man diese Telefonterror-Erzeuger damit etwas schädigen.

  2. Vielleicht rufen die ja gerade deswegen am Feiertag an, aber ich werd mir die Stategie fürs nächste Mal (dass es hoffentlich nicht geben wird) merken.

  3. Das unverschämteste daran ist, dass ein Computer mit dir reden will. Schreib dir das nächste Mal die Firme auf, beschwere dich schriftlich und verlange eine sofortige Löschung deiner Daten.

  4. Das wuerde ich nicht tun, dann haben sie naemlich ausser deiner Telefonnummer auch noch die Adresse. Eher hilfreich ist seine Telefonnummer nicht listen zu lassen. Hier in den USA gibt es seit kurzem eine no call-liste um sich vor telemarketern zu schuetzen. Eventuell gibt es sowas ja auch (bald) in Deutschland. Ich wurde jedenfalls bis vor kurzem 3-4 mal pro Tag angerufen. Warscheinlich sogar oefter, bin ja auch nicht den ganzen Tag zu hause.

    Uebrigens fand ich den Eintrag zum Thema Open Source sehr gelungen. Bin durch einen link im forum von chip zufaellig auf deine Seite gestossen und finde sie sehr gelungen, obwohl ich normalerweise keine blogs lese. Viel Erfolg weiterhin und alles gute aus Coalmont, Indiana.

    Andy (der ebenfalls firefox,gimp und wie sie alle heissen bevorzugt)

  5. Hm, mir ist gerade aufgefallen, das unter Links immer noch “Firebird” steht. Wollte ich nur mal sagen, tschöö 😉

  6. Danke für den Hinweis! Es ist unglaublich, wo das immer wieder auftaucht.

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